„Die Band 2.0“?

Die Band 2.0 liefert Band-Arrangements mittels einer digitalen Arranger-Workstation. Gespielt und bedient wird sie von einem Keyboarder. Sänger oder Instrumentalisten können sich von der Band 2.0 groovig unterstützen lassen.

Was macht die Band 2.0? Sie ...

  • spielt das arrangierte Repertoire
  • enthält die Band-Funktionen
    • Keyboards
      • Piano – Orgel – E-Piano
    • Gitarre
      • Licks – Soli
    • Bläser
      • Horn-Section – Soli – Licks
    • Rhythmusgruppe
    • Background-Chor
  • bedient sich bei der Umsetzung der Arrangements –
    • durch Styles
    • durch detailreiche Midifiles

 

    • hier eine Terz im Bass, dort ein Bassdurchgang, jetzt ein Gitarrenlick, oh, ein Sax-Solo
    • und macht sich Technologien aus den Bereichen Sampling und Klangerzeugung zu Nutze
  • spielt
    • Gitarre mit Gitarrensounds auf der Tastatur
    • Saxophon mit Saxophonsounds auf der Tastatur
    • die Horn-Section
    • Synthis, Piano & Orgel
    • Styles
    • Arrangements eigener Stücke mittels Midifiles
  • bietet Arrangements völlig verschiedener Genres an
  • wohnt und arbeitet im Genos (Yamaha)

Fragen an die Band 2.0:

Was sind Styles?

Styles erzeugen eine Begleitung mit maximal 8 Instrumenten, die genau den Akkordeingaben des Spielers folgt. So werden Akkordwechsel und farbenreiche, erweiterte Harmonien unmittelbar in eine lebendige, realistische und authentische musikalische Begleitung umgesetzt.

Spezielle Styles erzeugen eigene Akkorde und Akkordwechsel und mischen spezielle Riffs mit Akkordwechseln. Sie wurden programmiert, um dem spielen bestimmter Songs und bestimmter Genres etwas mehr Pfiff zu verleihen. So kann es geschehen, dass ein einfacher Dur-Dreiklang zu einem „jazzigen“ Sept-Akkord wird oder durch das Spielen eines On-Bass-Akkords eine unerwartete Begleitung erzeugt wird.

Einzelne Styles zeichnen sich durch die Möglichkeit des Rubato-Spiels aus. Man spielt zu einer ausdrucksstarken Begleitung, ohne durch ein starres Tempo eingeschränkt zu sein.

„Die Programmierung der (...) Styles beruht schon lange nicht mehr auf dem Dur-Moll-Septim-Konzept. Die einzelnen Tracks des BASS-Parts orientieren sich stattdessen an der Anzahl der jeweils verfügbaren Akkordtöne. So spielt etwa ein einfacher Walking-Bass in moll-7 den modifizierten Dur- oder 7-Track, nicht aber den zum moll-7 konvertierten moll-Track. Denn moll-7 hat 4 Akkordtöne, reines Moll aber nur deren 3. Eine 7er-Bassfigur aus 4 Tönen kann durch die Erniedrigung der Terz leicht in moll-7 überführt werden. Aber um aus 3 bestimmten Noten 4 verschiedene zu machen, wäre schon fast Hexerei nötig (...) .“ aus: Reinhold Pöhnl, Styles & Patterns, PPV Medien, ISBN 978-3-941531-49-9

Was macht der Bass?

Als tiefster Ton und direkter Gegenspieler der Melodie hat der Bass eine ganz besondere Aufgabe. Man steuert die Bewegung und die Stimmführung des Basses direkt. Dadurch erhält er die Kontrolle über alle wesentlichen Elemente der Musik:

Die rechte Hand spielt auf dem oberen Bereich der Tastatur die Melodie und kontrolliert Licks und Fills. Die linke Hand spielt auf dem unteren Bereich der Tastatur die Akkorde, führt den Bass und steuert die Begleitautomatik (Harmonie, Rhythmus). So hat man seine Band fest im Griff und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Wie spielt man Gitarre auf einer Tastatur oder – was sind Super Articulation Voices®?

Zunächst einmal – wenn man einen Gitarren-, Flöten, Bläsersound vor sich hat, muss man ihn spielen wie er auf einer Gitarre, Flöte, Saxophon, Trompete gespielt wird. Man spielt ja auf einem Klavier auch „Klavier“ und auf einer Orgel „Orgel“! Das soll heißen, dass ein Instrumentensound instrumentenspezifisch gespielt werden muss, sonst klingt er nicht wie das Originalinstrument. So klingt bei einem Blasinstrument immer nur ein Ton gleichzeitig, und auf einer Gitarre sind ganz andere Akkordschichtungen (Voicings) möglich und man hat ganz andere Artikulationsmöglichkeiten als auf einer Klaviertastatur.

Um die genannten Sounds auf einer Tastatur spielen zu können, verfügt ein aktuelles Keyboard über zahlreiche Spielhilfen und natürlich hilft auch die neueste Soundtechnologie:

Diese Sounds/Klänge/Voices verhalten sich wie die natürlichen Vorbilder (Blasinstrumente, Gitarren). Der Klang der Instrumente hängt u.a. davon ab, ob „legato“ oder „staccato“ gespielt oder nach einer Phrase abgesetzt wird, oder wie groß die gespielten Intervalle sind. Eine besondere Spieltechnik ist dabei nicht erforderlich. Man muss sich – wie gesagt – nur ein wenig mit den Original-Instrumenten beschäftigen, die man auf der Tastatur spielen will.

Ein besonderes Bonbon in Sachen Klangfarben bieten die Super-Articulation2-Voices. Bei diesen Klangfarben kommt die Yamaha-Technologie „AEM“ zum Einsatz. Sie liefert besonders ausdrucksstarke Samples der charakteristischen Spielweisen des jeweiligen Originalinstruments.

Beim Spielen einer Super-Articulastion2-Voice bieten sich völlig neue Möglichkeiten, Tonhöhen zu beugen, in Töne elegant hineinzugleiten, Töne in verschiedenster Weise miteinander zu verbinden oder ihnen am Ende verschiedenste Klangnuancen als Abschluss des gespielten Tons hinzuzufügen.
Unterschiedliche Spielweise (staccato, legato) fügt der Voice verschiedene Artikulationseffekte hinzu. Unterschiedlich angeschlagene Intervalle rufen ebenfalls unterschiedliche und beeindruckend realistische Samples ab. Auch die Dauer der gespielten Noten spielt eine Rolle beim Wiedergeben der AEM-Samples. Jede der Super Articulation2 Voices hat eine für dieses Instrument typische Vibrato-Einstellung, die über Spielhilfen (Joystick / Modulationsrad) verändert werden kann. Auch hier bedarf es keiner speziellen Spieltechnik, nur des Wissens über die Tonerzeugung des jeweiligen Originalinstruments.